Bärlauch-Dinkelbrötchen

Der Frühling steht vor der Tür, die ersten grünen Bärlauchspitzen blitzen aus dem Boden und ich freu mich auf jede Menge Bärlauch Rezepte. Den Anfang machen diese knusprigen Bärlauch-Dinkelbrötchen und ich sag´s euch die Küche duftet schon beim Backen nach Frühling (und Knoblauch :)) pur.

Kobold Knoblauch, wilder Knoblauch, Knoblauchspinat die grünen Wildkräuter zählen zu den Lauchgewächsen und tragen viele verschiedene Namen. Im Frühling ist Bärlauch nicht wegzudenken und wer mag kann ihn auch zu einem Pesto verarbeiten und haltbar machen.

ACHTUNG: Verwechslungsgefahr!

Damit bei unseren Bärlauch-Dinkelbrötchen auch garantiert nichts schief geht verrate ich ein paar Tipps und Tricks rund um den wilden Knoblauch.

Bärlauch wächst meistens in feucht-schatten Auwäldern oder entlang von Flüssen und Bächen und man riecht ihn schon von weitem. Bärlauch sieht jedoch Maiglöckchen und der Herbstzeitlosen zum Verwechseln ähnlich.

Auf folgende Merkmale solltest du unbedingt achten:

Bärlauch:  Die Blätter treiben einzeln aus dem Boden und sind deutlich in eine lanzettähnliche Blattfläche und einen dünnen Blattstiel gegliedert. Beim Zerreißen riecht der Saft stark nach Knoblauch.

Herbstzeitlose: Deren Blätter sind schmal-länglich, sitzen ohne Stiel am Stängel und treiben in Büscheln aus dem Boden. Der Saft der Herbstzeitlose ist geruchslos.

Maiglöckchen: Die Blätter glänzen an der Unterseite und Pflanze wächst meist paarweise. Auch hier sind die Blätter geruchslos.

Wenn ihr am Wochenmarkt Bärlauch kauft, überzeugt euch auch dort kurz vom Aussehen und dem typischen Knoblauchgeruch. Grundsätzlich ist die Verwechslungsgefahr am Markt oder im Supermarkt auszuschließen.

Schmeckt gut – tut gut!

Bärlauch ist reich an Mineralstoffen und Vitaminen und unterstützt unser Immunsystem. Bärlauch kurbelt die Verdauung an, verbessert die Durchblutung und wirkt sich obendrein positiv auf den Stoffwechseln aus.

Wir stellen also fest, Bärlauch ist nicht nur geschmacklich ein Highlight sondern auch noch gesund. Grund genug um gleich loszuziehen, Bärlauch zu sammeln oder zu kaufen und diese herrlich knusprigen Brötchen zu backen.

ca. 8 Stück, 60 Minuten Ruhezeit, 20 Minuten Backzeit

  • 30g frischer Bärlauch
  • 15g frischer Germ/frische Hefe
  • 280ml lauwarmes Wasser
  • Prise Zucker
  • 400g Dinkelmehl
  • 100g Dinkel Vollkornmehl
  • 10g Backmalz
  • 12g Salz

zum Backen und bepinseln:

  • 200ml Wasser

Bärlauch waschen, abtropfen lassen oder trocken schleudern und in sehr feine Streifen schneiden.

Den Germ in lauwarmes Wasser Bröseln, eine Prise Zucker zugeben und rühren bis sich der Germ aufgelöst hat.

Nun Mehl, Backmalz sowie Salz zugeben und in der Küchenmaschine auf kleinster Stufe für ca. 2 Minuten kneten lassen. Bärlauch zugeben und für weitere 3 Minuten kneten.

Den Germteig zugedeckt für mindestens 30 Minuten ruhen lassen.

Anschließend in 8 ca. gleich große Teile schneiden und mit der Hand, auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche, zu runden Kugeln schleifen.

Mit dem Schluss nach unten auf ein, mit Backpapier belegtes, Backblech legen und für 15 Minuten ruhen lassen.

Den Backofen auf 210 Grad Heißluft vorheizen.

Die Brötchen nun wenden und mit dem Schluss nach oben auf das Backblech legen und nochmals für 15 Minuten ruhen lassen.

Vor dem Backen mit reichlich Wasser bepinseln.

Das Backblech in den Backofen schieben und ca. 150 ml Wasser direkt ins Backrohr, unter das Backblech kippen. Backofentür rasch schließen und die Bärlauch-Dinkelbrötchen für ca. 20 Minuten goldbraun backen.